Christliche partnersuche nürnberg

Stoll: „Wir wollen keine katholische Bäckerblume machen, sondern alle Fragen so selbstverständlich kritisch untersuchen, wie es jede normale außerkirchliche Presse auch tut.angeschnittenen Thema beschäftigen – und sei es schimpfend – haben wir unser Ziel erreicht.Das St.-Heinrichs-Blatt, Kirchenzeitung für das Erzbistum Bamberg, ist ein Schmuckkästchen.

Der St.-Otto-Verlag gibt auch das in letzter Zeit häufig zitierte „Bamberger Volksblatt“ heraus, das Strauß bei seinen Tiraden gegen die APO anläßlich des Ebracher „Knast-Camps“ im Landkreis Bamberg erfolgreich zu übertrumpfen suchte.Daß der mißliebige „Christliche Beobachter“ (CB) immer an Diaspora-Katholiken ausgeliefert wird, liegt nur daran, daß die beiden Verlage sich bisher noch nicht über eine Abfindungssumme einigen konnten.Es wäre unverantwortlich, die vom CB betriebene Destruktion weiter mit zu finanzieren.“ Der Destrukteur heißt Dieter Stoll, ist 24 Jahre alt und verantwortlicher Redakteur des „Christlichen Beobachters“.Nach einem Programm, das für die offiziellen Katholiken Bambergs ganz offensichtlich untragbar ist, gestaltet er wöchentlich sechs bis acht Seiten.Ein Sprecher des Sailer-Verlags: „Die dachten, sie bekommen alles umsonst.“ Wie man unter Brüdern, unter christlichen zumal, den Partner handelswillig stimmen kann, demonstrierte in den letzten Wochen eindrucksvoll der erzbischöfliche Otto-Verlag.

Entgegen einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahre 1947 teilte von Pölnitz im Heinrichsblatt (Auflage: 80 000) den Lesern mit: „Ihr könnt das St.-Heinrichs-Blatt sehr wohl auch ohne den CB beziehen.“ Der CB (Auflage: 13 000) im Inneren des Blattes konterte prompt: „Es fragt sich, ob der , Geschäftsführer‘ Rechtens vertreten kann, was der ‚Geistliche Leiter‘ glaubt empfehlen zu müssen.“ Die Pfarrer freilich verstanden den Wink des Hirten-Vertreters: Sie empfahlen nun die Abbestellung des CB von der Kanzel herab.Erbaulich, wenn das gefragt sein sollte, sind wir freilich nicht.“ Da muß es braven Kirchgängern unglaublich erscheinen, daß sich dieser Mann, der vom Essener Katholikentag „starke Impulse“ erhielt, sich noch als „guten Katholiken“ bezeichnen mag.Im August 1969 bestellte der Guardian des Klosters St.Ludwig in Nürnberg, Pater Tilmann Lenker, mit „Grüß Gott“ und „Franziskanischem Gruß“ sämtliche CB-Exemplare ab: „Die Geduld ist erschöpft!Der Knallfrosch heißt „Christlicher Beobachter“ und ist eine Beilage des Diözesanblattes, die vom Nürnberger Johann-Christian-Sailer-Verlag, einem ökumenisch orientierten Anhängsel der Sebaldus-Druck- – und Verlag Gmb H hergestellt wird.Anders als in Würzburg, wo ein mißliebiger Volontär des „Katholischen Sonntagsblattes“ auf unangenehm spektakuläre Art und Weise zur Ordnung gerufen werden mußte, weil er Straußens APO-Tierfabel kritisiert hatte, haben die Eigner des St.-Heinrichs-Blattes eine relativ elegante Methode gefunden, um aus dem vermeintlichen APO-Blatt „Christlicher Beobachter“ wieder ein apo-stolisches zu machen: Der Direktor und geistliche Leiter des kircheneigenen St.-Otto-Verlages zu Bamberg, Domkapitular Prälat Prof. Sigmund Freiherr von Pölnitz, kündigte dem Sailer-Verlag die Lieferrechte für das Heinrichsblatt und entzog ihm damit gleichzeitig die Basis für die CB-Beilage.